
Mein Weg zur klassischen Homöopathie
Von kindlicher Ehrfurcht zu gelebter Berufung : meine Reise mit den Lehren Hahnemanns


Mein Weg zur Homöopathie
Schon in meiner Kindheit lernte ich die Homöopathie kennen durch meine Eltern, die eng mit einem homöopathischen Arzt in Solingen befreundet waren.
In seiner Praxis, umgeben von Bücherwänden und einem Schreibtisch voller Notizen, fühlte ich mich ehrfürchtig und neugierig.
Die kleinen weißen Kügelchen mit Namen wie Arnika, Pulsatilla oder Rhus tox wirkten wie magische Helfer und die tiefe Aufmerksamkeit, die mir zuteilwurde, prägte mich nachhaltig.

Als Mutter begann ich, meine Kinder mit Globuli zu versorgen und war beeindruckt von der sanften, schnellen Wirkung.
Meine Eltern schenkten mir die Werke der klassischen Meister: Hahnemann, Allen, Farrington, Hering, Kent. Ich vertiefte mich in ihre Lehren und bald versorgte ich nicht nur meine Familie, sondern auch Bekannte.
1994 wurde ich Heilpraktikerin und gab meiner Arbeit einen professionellen Rahmen. Dabei stellte ich fest: Viele Prinzipien der Homöopathie hatte ich längst verinnerlicht.


Ein besonderer Moment: Ostern 2008 besuchte ich Hahnemanns Grab in Paris. Ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit überkam mich und die Frage: Bin ich würdig, seiner Lehrer gemäß zu praktizieren?
Hahnemann (1755–1843) forderte: „Macht’s nach, aber macht’s genau nach.“ Wie hätte er seine Methode weiter entwickelt? Sein Geist ist in der modernen Homöopathie lebendig und gegenwärtig.
Neben meinen traumatherapeutischen und körperorientierten Ausbildungen erwies sich die Homöopathie vor allem im Akutfall, bei Verletzungen und Notfällen als zuverlässige Begleiterin. Auch hier gilt: Die Mittelwahl ist immer individuell nicht nur nach Symptomen, sondern nach Causa, Gemüt und Modalitäten.


„Der Arzt hat kein höheres Ziel, als kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt.“
Samuel Hahnemann
